Wie sagte schon Bruce Lee, der alte Haudegen:
“Empty your mind, be formless, shapeless – like water. Now you put water into a cup, it becomes the cup, you put water into a bottle, it becomes the bottle, you put it in a teapot, it becomes the teapot. Now water can flow or it can crash. Be water, my friend.”
Fotografie
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Wahrscheinlich hat jeder schon einmal einen anlogen Film zur Entwicklung abgegeben. Wem kam das Warten auf die Fotos dabei nicht wie eine Ewigkeit vor? Genau diese Spannung schrumpft bei der digitalen Fotografie auf wenige Millisekunden herab. Außerdem gleicht das analoge Fotografieren eher einer Zeremonie bei der äußerste Präzision gefordert ist, wogegen bei der Digitalfotografie oft einfach so lange drauf los geschossen wird, bis es passt. Da wünscht man sich zur Abwechslung doch die gute alte Analoge wieder her. Ich für meinen Teil habe sie schlauerweise verkauft, um mir ‘ne fesche Digitale zu leisten. Die Rede ist von meiner ersten SLR: der analogen Konica Minolta Dynax 60. Wie nicht anders zu erwarten, wünsche Ich sie mir jetzt (6 Jahre später) wieder her und das nicht nur der Erinnerungen wegen.
Eine einfache anloge SLR, wie die Dynax 60, verzichtet auf unnützen Schnick-Schnack und bietet für wenig Geld viel Leistung. So zum Beispiel ein großes und zugleich helles Sucherbild oder ein punktgenaues Autofokus- und Belichtungssystem. Da kann sich so manche digitale SLR aus der semiprofessionellen Sparte eine Scheibe von abschneiden. Bevor Ich hier noch abschweife und von mechanischen Geräuschkulissen à la “Klick-Klack” zu faseln beginne, gibt’s jetzt ein paar aufgefrischte analoge Fotos auf den Schirm, die aus Zeiten stammen in denen Jim noch seine ersten Flug-Versuche unternahm.
Zu den Bildern (nur für waschechte Leipziger):
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Diese Fotoserie handelt von meiner leipziger Silvesternacht 2008 – unter den Fockeberger-Feuerwerken und in Mitten der Connewitzer-Krawalle – mit der Spiegelreflex im Gepäck. Am Kreuz angekommen, war Ich noch damit beschäftigt eine Art Gruppenfoto der Polizeiabsperrung zu machen, als der ganze Trupp auch schon in unsere Richtung stürmte und Ich alleine mitten zwischen den Fronten die Beine in die Hand nahm. Hätte Ich mir eigentlich auch denken können, denn Blicke verraten alles. Glücklicherweise konnte Ich die beim Spurten verlorene Gegenlichtblende auch zwei Stunden später noch wiederfinden.
Als Kamera kam eine Canon 30D mit dem Canon EF-S 17-85mm 1:4-5.6 IS USM zum Einsatz, die auch jenseits der ISO-800 noch relativ rauscharme Fotos schoss:
Jim
Das Foto zeigt eine legale Graffiti-Wall in der Koburger Straße 3, 04277 Connewitz, Leipzig. Zu der Zeit hatte Ich noch eine Nikon D80, die kaum Schwächen aufwieß, bis auf eine etwas kompakte Haptik und das steigende Rauschen ab ISO-400. Folgende Einstellungen wurden bei der Aufnahme verwendet: 27mm Brennweite, 1/200 Sek, F/11, ISO-100. Als Objektiv kam ein “Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm 1:3,5-4,5G IF-ED” zum Einsatz, das nach wie vor eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Mittelklasse-Segment von Nikon-Objektiven aufweist. Vorteilhaft sind eine sehr hohe Schärfe und die, durch den Ultraschall-Motor, sehr geräuscharme und schnelle Fokussierung. Negativ, sind tonnenförmige Verzerrungen und leichte Rand-Vignettierungen im Weitwinkel-Bereich aufgefallen, denen viele Allround-Objektive unterlegen sind. Nachträglich lassen sich derartige Verzerrungen beliebiger Objektive sehr gut mit der Software “PTlens” entzerren. Für mein Bild habe Ich diesen Effekt bewusst als Stilmittel eingesetzt, um die Raumwirkung zu verstärken. In der Nachbearbeitung wurde zusammenfassend das Bild mit Sepia gefiltert und harte Kontraste verteilt.
Jim
Dieser Artikel ist für Einsteiger der Fotografie mit Spiegelreflex-Kameras geeignet und zielt darauf hin, den Sinn und Zweck der manuellen Belichtung zu verdeutlichen und erste Grundkenntnisse zur praktischen Umsetzung zu vermitteln.
Lang ists her, als man noch Unmengen für eine digitale Spiegelreflexkamera ausgeben musste. Längst gehört die Technik auch bei “Automatik-Knipsern” zum guten Ton. Doch nur durch manuelle Belichtung, lässt sich das wahre Potential aus einer SLR schöpfen. Wichtige Stilmittel, wie z.B. das Abblenden, wobei der Hintergrund verschwommen erscheint, sind nur durch ein gezieltes Zusammenspiel zwischen Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit möglich. Die wahre Kunst besteht also darin, sich immer für die richtige Kombination dieser Parameter zu entscheiden. Eine Verdeutlichung der Lichtmenge: “Ein kurz aber weit geöffneter Wasserhahn, gibt genau so viel Wasser ab, wie ein lange aber wenig geöffneter”. Diese Äquivalenz bezieht sich allerdings nur auf die Lichtmenge, nicht auf die Bildwirkung!
Belichtungszeit
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